Hameln erlebte am vergangenen Wochenende ein sportliches Highlight der Extraklasse. Vom 3. bis 5. Juli 2026 verwandelten sich die Courts des DT Hameln am Tönebönweg in eine Arena für hochklassigen Leistungssport. Bei der geschichtsträchtigen 40. Auflage der Hameln Open, präsentiert von Sparkasse Hameln-Weserbergland und vielen weiteren Partnern, kämpften hochkarätige Tennisprofis in den zwei mit insgesamt 10.000 Euro dotierten A3-Turnierkonkurrenzen um die begehrten Titel. Die Entscheidung, das Preisgeld und die Turnierkategorie im Vergleich zu den Vorjahren anzuheben, zahlte sich voll aus: Die große Zuschauerschaft bekam bei freiem Eintritt absolutes Spitzentennis mit spektakulären Ballwechseln zu bestaunen. Selbst mehrere Regenpausen am Finaltag taten der hervorragenden Stimmung auf der malerischen Zehnfeldanlage keinen Abbruch.
Das Damenfeld bot den Tennisfans packende Dramatik bis zum letzten Ballwechsel. Am Ende krönte sich die 22-jährige Sophie Greiner (TC 1899 Blau-Weiß Berlin, an Position 5 gesetzt) zur Königin von Hameln. Nach Siegen über Antonia Ende (n.a.), Fenna Steveker (1:0 Aufg.) und Stella Beldiman (6:2, 6:2) bezwang sie im Halbfinale Maja Schweika mit 6:0 und 6:3.
Im großen Finale traf Greiner auf die topgesetzte Sarah Gronert (TSC Hansa Dortmund), die aktuell Platz 32 in der Deutschen Rangliste belegt. Es entwickelte sich ein hochspannender Schlagabtausch auf der roten Asche: Den ersten Satz sicherte sich Greiner hauchdünn im Tiebreak mit 7:6, ehe Gronert im zweiten Durchgang mit 7:5 konterte. Die Entscheidung musste im Matchtiebreak fallen – hier bewies Greiner die stärkeren Nerven, zündete den Nachbrenner und sicherte sich mit 10:6 den Turniersieg und das Sieger-Preisgeld von 2.000 Euro.
Für ein echtes Highlight aus regionaler Sicht sorgte die junge Lokalmatadorin Alva Biermann (DT Hameln, Jahrgang 2011). Ausgestattet mit einer Wildcard, zeigte das Nachwuchstalent in der ersten Runde eine furiose Leistung und schlug Viviane Nowottny (THC Brühl) mit 7:6 und 6:1. Im Achtelfinale war dann zwar gegen die spätere Finalistin Sarah Gronert Endstation (1:6, 0:6), doch der Auftritt der jungen Hamelnerin erntete lauten Applaus und macht Hoffnung für die Zukunft.

Von links: Tim Nikelski (Sparkasse Hameln-Weserbergland), Vize-Sieger Alexander Meyer, Gewinner Louis Weßels, Kristian Taag (Riverside Estate) und Nadine Labisch (VGH).
Herren-Konkurrenz: Topfavorit Louis Weßels marschiert zum Titel
Bei den Herren wurde die Konkurrenz vom absoluten Topfavoriten dominiert: Louis Weßels (Tennispark Versmold), an Nummer 1 gesetzt und aktuell 25. der Deutschen Rangliste, spazierte regelrecht durch das hochkarätig besetzte Feld. Nach einem Freilos in der ersten Runde ließ er nacheinander Sven Bangert (6:0, 6:0) und Jaron Deubler (6:0, 6:0) keine Chance. Auch im Viertelfinale gegen Emil Enseleit (6:1, 6:0) und im Halbfinale gegen Tarek Erlewein (6:3, 6:4) blieb Weßels ohne Satzverlust.
Im Finale am Sonntag wartete Alexander Meyer (Oldenburger TeV), der sich zuvor in einem harten Weg (unter anderem mit einem dramatischen 4:6, 6:3, 15:13-Erfolg im Achtelfinale gegen den an Position 2 gesetzten Serign Samba) ins Endspiel gekämpft hatte. Weßels knüpfte jedoch nahtlos an seine starke Turnierform an, diktierte das Geschehen von der Grundlinie und sicherte sich mit einem souveränen 6:3, 6:3-Erfolg den verdienten Titel der 40. Hameln Open.
Weniger Spielglück hatte der zweite Hamelner Lokalmatador: Marcel Baenisch (DT Hameln) musste sich trotz lautstarker Unterstützung der heimischen Kulisse bereits in der ersten Runde Julian Onken von der Spielvereinigung Blankenese mit 2:6 und 0:6 geschlagen geben.
Ein starkes Signal für den regionalen Sport
Turnierdirektor Jens Biel zog beim Interview nach den Finalspielen ein durchweg positives Fazit des Jubiläumsturniers: „Ich bin total zufrieden. Wir haben hier ein Riesen-Jubiläumsturnier absolviert, haben acht Top-100-Spielerinnen und vier Top-100-Spieler hier nach Hameln holen können und tolles Tennis gesehen. So ein Riesenturnier ist aber natürlich keine One-Man-Show. Es bedarf einer soliden, ordentlichen Planung und natürlich vielen Helfern und Unterstützern plus einem gesamten Orga-Team, das sich monatelang auf so ein Turnier vorbereitet hat. Daher gilt mein gesamter Dank all den Kolleginnen und Kollegen, die zum Erfolg dieser 40. Hameln Open beigetragen haben.“
Auch AWesA-Geschäftsführer und Gründer Matthias Koch zeigte sich nach dem Abschluss der drei packenden Turniertage begeistert: „Das 40. Jubiläum der Hameln Open war ein absolutes Fest für den regionalen Tennissport. Bei spektakulären Ballwechseln und generell hochklassigem Tennis haben diese drei Tage wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie viel sportliche Begeisterung in unserer Region steckt.“
Das 40. Hameln Open wird ermöglicht durch
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