In diesem Artikel erfährst du, wie du mit Verletzungen richtig umgehst, um schnellstmöglich wieder auf dem Platz zu stehen – leistungsfähig, belastbar und mit einem geringeren Risiko für Folgeverletzungen!
Als Performance- und Mentalcoach arbeite ich regelmäßig mit Sportlerinnen und Sportlern, die durch Verletzungen ausgebremst werden – egal ob im Amateur- oder Leistungssport. Verletzungen gehören leider zum Sport dazu, und dennoch kursieren in diesem Bereich zahlreiche widersprüchliche Meinungen. Fragen wie:
werfen oft mehr Verwirrung als Klarheit auf.
Und wer versorgt hier eigentlich die SportlerInnen und trifft die Entscheidungen? Der medizinisch hervorragend ausgebildete Betreuer? Der Trainer, der seine SpielerInnen schnell zurück im Kader sehen will? Oder der/die AthletIn selbst, der das Team nicht im Stich lassen möchte?
Diese Unsicherheiten zeigen, wie wichtig ein bewusster und kompetenter Umgang mit Verletzungen ist. Denn eines eint alle Beteiligten: das Ziel, die Sportlerin oder den Sportler so schnell wie möglich wieder leistungsfähig ins Team zurückzubringen.
Vermeide diesen Fehler: „Schonung ist die beste Lösung“
Nach einer Verletzung hören viele AthletInnen denselben Satz: „Jetzt erst mal 4 bis 6 Wochen Pause.“ Was gut gemeint ist, reicht in den meisten Fällen nicht aus – vor allem dann nicht, wenn diese Pause mit völliger Inaktivität gleichgesetzt wird. Denn unser Körper folgt nicht der einfachen Formel: Verletzung + Ruhezeit = Heilung.
Tatsächlich braucht er in jeder Phase der Regeneration gezielte, strukturierte Reize – individuell angepasst an den aktuellen Heilungsstand.
Jedes Gewebe im Körper – ob Muskel, Band, Sehne oder Knochen – hat seine eigene Heilungsdauer. Wird es über einen längeren Zeitraum nicht belastet, baut es sich ab, statt stärker zu werden. Und das kann schwerwiegende Folgen haben.
Ein klassisches Beispiel: Umknicken mit dem Fuß
Ein typischer Verletzungsvorgang ist das Umknicken mit dem Fuß. Dabei sind meist die Außenbänder des Sprunggelenks betroffen – sie werden überdehnt oder reißen.
Wird in der Folge ausschließlich geschont, ohne gezielte Reize zu setzen, passiert Folgendes: Die umliegende Muskulatur baut sich ab, die Propriozeption (Tiefensensibilität) verschlechtert sich, die Bänder gewinnen nicht die nötige Festigkeit zurück. Die Folge: Das nächste Wegknicken ist nur eine Frage der Zeit – und der Teufelskreis beginnt von vorn.
Besser: Active Recovery
Die Lösung ist eine aktive Rehabilitation, am besten begleitet durch erfahrene Experten. Ziel ist es, die verletzte Struktur so früh wie möglich gezielt zu fördern und wieder belastbar zu machen. Am Beispiel des Sprunggelenks wären folgende Reha-Ziele sinnvoll: Schmerzlinderung, Reduktion der Schwellung, Wiederherstellung der Beweglichkeit, Verbesserung der Stabilität, Wiedererlangung der Funktionalität, Aufbau sportartspezifischer Belastbarkeit.
P.S.: Vier Wochen Pause, zweimal Joggen, dann voll ins Teamtraining einsteigen – das ist kein sinnvoller Recovery-Plan.
Zu lange oder vollständige Schonung wirkt sich nicht nur negativ auf deine körperliche Leistungsfähigkeit aus. Auch deine Motivation, dein Selbstvertrauen und deine mentale Stabilität können stark darunter leiden. Wie du mental stabil bleibst und deine Motivation während der Verletzung hochhältst, erfährst du im nächsten Artikel.
Achtung: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder medizinische Beratung.
Du willst was für Dich tun, aber möchtest Unterstützung haben? Dann melde Dich unverbindlich bei unseren Coaches:
Offizielle Partner von AWesA AKTiV:






Kommentare