08.08.2018 11:00

Wasserball


Bundesliga-Trainer Liedtke zurück auf Hamelner Trainerbank

Nach zweijähriger Abstinenz kehrt Jens Liedtke zurück / Trainer-Ära Knippertz vorbei
Jens Liedtke Hamelner Schwimmverein HSV Wasserball AWesA
Jens Liedtke ist zum Hamelner SV zurückgekehrt.
Man kann es nicht anders sagen: die Trainer-Ära Knippertz ist von zahlreichen Erfolgen geprägt. Der Durchmarsch von der Bezirksliga über die Bezirksoberliga in die Oberliga Niedersachsen hat im Norden für viel Furore gesorgt. Die zwei schnellen Aufstiege haben jedoch auch ihre Spuren hinterlassen. „Die Oberliga ist ein extrem hohes Niveau für Hameln. Da braucht man zehn bis elf gestandene Wasserballer im Team, die topfit sind und trainieren können”, analysierte der Vorstand vor der Saison und hat mit Golubkov und Breukel zwei spielstarke Personalien für sich gewonnen. Bisher lässt der sportliche Erfolg aber noch auf sich warten. Mit mageren zwei Punkten rangieren die Wasserballer aktuell auf dem letzten Tabellenplatz der Oberliga. Durch zahlreiche berufliche Ausfälle von Absolventen, einer Operation von Leader Funk sowie dem zeitlichen Engpass von Trainer Knippertz, konnten die Erwartung des Vereins und Trainers bis dato nicht erfüllt werden. „Steffen hat ein super Job gemacht und viele von uns weiterentwickelt. Er war in den letzten Monaten aber beruflich auch sehr viel eingespannt und konnte nur selten das Training leiten”, so Rose. Zwischen Trainern, Vorstand und Team wurden zahlreiche Gespräche geführt und letztlich eine Lösung gefunden. 

Mit Jens Liedtke hat sich in den vergangenen Monaten ein alteingesessener Trainer herauskristallisiert, der das notwendige Wasserballverständnis, die Motivation und den Bezug zum Team hat, um die prekäre Situation zu übernehmen. Tatsächlich hat Liedtke zehn der aktuellen Spieler im Jugendbereich selber trainiert und jahrelang begleitet. Liedtkes Trainerlaufbahn ist durchaus bemerkenswert. 2012 hat er den SV Hameln 13 in die zweite Bundesliga geführt und anschließend auch ein Jahr lang die Klasse gehalten. In seiner Hamelner Abstinenz hat er unter anderem die Bundesliga-Jugend von Laatzen deutschlandweit gecoacht. Bleibt abzuwarten, wie er die Situation in Hameln angeht. Momentan sind viele Spieler auswärts sesshaft – ein organisatorischer Aufwand, der seine Tücken hat.

Am Mittwochabend steigt in Hildesheim das erste Spiel der Rückrunde. Die Hamelner treffen dabei auf den ehemaligen Europameister Schütze. Kein leichter Einsatz also für das Team um Neu-Trainer Liedtke.
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