21.04.2017 13:13

Speedrutschen


Schubert macht Titelhattrick in Königsklasse perfekt

Schwarz holt Ihren Meistertitel zurück / Hönings: „„Es ist einfach großartig, wie sich der Rutschsport entwickelt“
Rutsch Freunde Hameln
Das Team der Rutsch Freunde Hameln in Scharbeutz.

Von Markus Hönings

Am 1. April 2017 fand zum 20. Mal die Deutsche Meisterschaft im Wettrutschen statt. Alle rutschbegeisterten Sportlerinnen und Sportler machten sich auf die Reise in die Ostseetherme am Strand von Scharbeutz. Unterteilt in fünf verschiedene Wertungsklassen; Mädchen, Jungen, Damen, Herren bis 79,9 kg und Herren ab 80 kg, traten mehr als 160 Rutscherinnen und Rutscher an, um schnellstmöglich die 145 m lange Green Mamba herunterzugleiten. „Es ist einfach großartig, wie sich der Rutschsport entwickelt und der Spaß am sportlichen Wettkampf eine immer größere Begeisterung hervorruft. Wir wünschen der Ostseetherme auch für die nächsten 20 Jahre Erfolg mit der Deutschen Meisterschaft und bedanken uns als DRV ganz herzlich für die vielen schönen Meisterschaften.“, so der DRV Deutscher Rennrutsch Verband e.V. Vorsitzende Carsten Bücken. Insgesamt war das Teilnehmerfeld in diesem Jahr auch internationaler. Aus dem hohen Norden waren die schnellsten Rutscher Norwegens angereist, um sich mit der deutschen Konkurrenz zu messen.

Kinder (Mädchen und Jungen)

In der Wertung der Mädchen holte sich Amélie Below den deutschen Meistertitel mit Rutschzeiten, welche sie auch in der Wertungsklasse der Damen ins Finale gebracht hätten. Auf den zweiten Platz rutschte Leitzia Garbuzinski, gefolgt von Cara Bruns. Bei den Jungen lagen zwei vorne, deren Väter auch zu den schnellsten Rutschern Deutschlands gehören. Sander Liebig holte sich den Titel vor Cedrick Köhnke. Auf dem dritten Platz landete Bennet Wolf. Alle Gewinner in der Kinderklasse konnten sich zum Jubiläum über großartige Preise freuen. So konnte die Heimreise zum Beispiel mit einem neuen Fahrrad angetreten werden.

Herren bis 79,9 Kilogramm

In der Klasse der Herren bis 79,9 kg war die Konkurrenz in diesem Jahr noch stärker. Einige Toprutscher hatten die Erhöhung des Maximalgewichts genutzt. So traten zum Beispiel Klaus Mertel, Thomas Liebig und Thomas Wehle zum ersten Mal in dieser Wertungsklasse an. Nach einjähriger Pause kehrte Alexander Dieckow aus dem Team der Rutschgranaten zurück in den Rutschenturm und sicherte sich erneut den Titel des Deutschen Meisters. Mit Zeiten unter 18,63 Sekunden setzte er einen neuen Bahnrekord in der Gewichtsklasse. Auf Platz 2 folgte Manuel Haering aus dem Team der Rutsch Freunde Hameln. Auch er knackte die 19 Sekunden-Marke. Sein Teamkollege Gunnar Dehnst holten sich Platz fünfzehn. Platz 3 sicherte sich Marco Langenstein.

Damen

Bei den Damen kam es erneut zum Aufeinandertreffen zwischen der Vorjahressiegerin
Mareen Peters „Speedrutscher Süd“ und Kristin Schwarz von den „Rutsch Freunden Hameln“, die noch im letzten Jahr krankheitsbedingt ihren Titel abgeben musste. Diese Beiden lieferten sich schon in der Vergangenheit öfters ein starkes Duell. Doch diesmal zeigte Schwarz deutlich wer die Nummer eins in Deutschland ist. Bereits im Vorlauf zeigte Sie wo der Weg hin gehen sollte, mit schnellen Zeiten in der Nähe der magischen Grenze von 20 Sekunden. Für die Damen war Kristin Schwarz an diesem Tag nicht zu schlagen. Sie er arbeitet sich im Finale einen deutlichen Vorsprung von 0,712 Sekunden auf den zweiten Platz und holte sich souverän den Deutschen Meistertitel zurück. Dahinter kam auf Platz zwei Lisa Haugg und über Platz drei durfte sich Mareen Peters freuen. Von den Rutsch Freunde Hameln holten sich Jasmin Gercer, Jasmin Schult, Maren Scherle und Sina Gläser Platz fünf, acht, sechzehn und zwanzig in dieser Wertungsklasse.

Teamwertung

Die Teamwertung der deutschen Meisterschaft ging nach dem Jahr 2011 mal wieder an die Rutschgranaten, welche sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,158 Sekunden vor den Rutsch Freunden Hameln durchsetzten. Vor dem dritten und letzten Vorlauf lagen die Rutschgranaten noch aussichtlos auf dem dritten Rang mit mehr als 2 Sekunden Rückstand. Doch vor dem letzten Lauf ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft und jeder aus dem Team konnte seine Vorlaufzeit verbessern. Nach der langen Zeit ohne großen Titel freute sich das Team riesig über den Erfolg. Auf den Plätzen drei und vier folgten die Speedrutscher Süd und das Team Norwegen.

Herren über 80 Kilogramm

Mit großer Spannung war das diesjährige Finale in der Königsklasse der Herren erwartet worden. Doch der zweifache Deutsche Meister Sven Schubert vom Team „Rutsch Freunde Hameln“ zeigte gleich im ersten Lauf, dass kein Weg an ihm vorbeigeht, wenn man in der Ostseetherme ganz oben stehen möchte. Im ersten Finallauf knackte er sofort die magische Marke von 18 Sekunden und ließ die Konkurrenz weit hinter sich. Mit 18,189 Sekunden im zweiten Lauf errutschte er einen riesigen Vorsprung von einer halben Sekunde. Damit holte er sich den dritten Titel in Folge. Auf Platz zwei folgte sensationell seine Teamkollege Markus Hönings, welcher sich zum ersten Mal einen Platz auf dem Treppchen sichern konnte. In den Vorläufen hatte er noch bangen müssen, überhaupt ins Finale zu kommen. Doch ab dem dritten Lauf legte er den Schalter um und rutschte drei Mal schneller als 18,4 Sekunden und sicherte sich souverän die deutsche Vizemeisterschaft. Ihre Teamkollegen Carsten Bücken, Maik-Christian Welbing, Artur Scherle und Thorsten Phillips holten sich Platz sieben, neun, elf und dreiundzwanzig. Mit diesen Plätzen konnten die Rutsch Freunde Hameln die knappe Niederlage im Team gut verkraften. Den dritten Platz holte sich Andreas Köhnke vom Team „2fast4U“.


„0,158 Sekunden macht in diesem Jahr den Deutschen Meister in der Mannschaft aus, das war sehr knapp, aber wir haben gemerkt, dass mehr drin ist. Das Ziel steht fest, wir holen uns das Ding 2018 wieder“, erklärte Team-Coach Markus Hönings stolz: „Dafür zeigt sich jetzt schon, dass wir in den Einzelwertungen besonders stark aufgestellt sind!“
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