06.11.2017 09:19

Rudern


Mit dem Ruderboot einmal um den Äquator

Martin Garbe ist über 40.077 Kilometer gerudert / Äquatorpreis als Ehrung
Martin Garbe RV Weser Aequatorpreis Rudern AWesA
Helmut Griep, Werner Steding, Martin Garbe und Dr. Peter Dennis (v.li.).
40.077 Kilometer - diese Strecke muss ein Ruderer im Deutschen Ruder-Verband mindestens zurücklegen, um den Äquatorpreis zu erringen. Dieser ist ausgeschrieben für eine „Ruderleistung, welche durch jahrelange ruderische Aktivität zustande gekommen ist“. Das bedeutet, dass er mindestens 40 Jahre 1.000 km jährlich im Ruderboot hat zurückgelegen müssen.

Martin Garbe, am 1. Juli 1971 in den Ruderverein „Weser“ v. 1885 Hameln eingetreten, hat in insgesamt 24 Jahren, die statistisch erfasst und für diese Bewertung herangezogen werden, 40.236 Kilometer gerudert und ist damit der zweite Sportler nach Helmut Griep aus Hameln, der diese Schallmauer durchbrochen hat. „Ich habe am Anfang nicht darüber nachgedacht, dieses Ziel zu schaffen“, sagte der frühere Leistungsruderer.

Martin Garbe RV Weser Aequatorpreis Rudern AWesA Helmut Griep
Helmut Griep überreicht Martin Garbe den Äquatorpreis.
Doch mit der Zeit und den Kilometern rückte die Auszeichnung immer näher. Seit einigen Wochen  gehört Martin Garbe nun zum elitären Kreis von etwa 30 Ruderern, die den Äquatorpreis jährlich gewinnen. Zwischen 1000 und 2000 Kilometern legte Martin Garbe aktuell jährlich zurück. Er liegt damit deutlich über den 800 Kilometern, die für die Erfassung im Rahmen des Äquatorpreises erforderlich sind. Alle Fahrten wurden und werden in Fahrtenbüchern protokolliert und dienen als Grundlage für den Erhalt des Äquatorpreises.

Martin Garbe RV Weser Aequatorpreis Rudern AWesA
Martin Garbe mit dem Äquatorpreis.
Martin Garbe, Berufschullehrer an der Eugen Reintjes-Schule, vermittelt neben der Ausübung des Rudersports in ehrenamtlicher Funktion den Ruderriegen der Hamelner Gymnasien die elementaren Regeln des Ruderns. „Rudern macht Spaß, allein schon wenn das Boot läuft“, so Martin Garbe. Sein Dank gilt aber auch allen Ruderkameradinnen  und -kameraden, die ihn über die vielen Jahre im Boot auf den täglichen Ausfahrten und Wanderfahrten im In- und Ausland begleiteten, quasi „getrieben und mitgezogen“ haben. So hat Martin Garbe schon viele große Ströme befahren und in ist Deutschland auf „jedem großen Fluss“ gerudert.

Der Antrieb des 57-Jährigen für die viele Zeit, die er auf dem Wasser verbringt, ist seine Passion, den Rudersport im Einklang mit der Natur täglich erleben zu können.

Am vergangenen Mittwoch gab es eine kleine Ehrung in den Vereinsräumen  des RV „Weser“ von 1885 e.V. Hameln an der Tündernsche Warte. Im Kreise der Vereinsfamilie – ca. 65 Personen nahmen an dieser Feierstunde teil – wurde Martin Garbe vom Ehrenvorsitzendem des Deutschen Ruderverbandes Helmut Griep mit Preis, Urkunde und Ehrennadel in Bronze für diese außerordentliche Leistung ausgezeichnet. Vom Vorstand, vertreten durch den Ruderwart Werner Steding und den 1. Vorsitzenden Dr. Peter Dennis, wurden in Anerkennung dieser Leistung  sechs gläserne Trinkbecher mit eingeschliffener Vereinsflagge sowie ein edler Tropfens als Geschenk überreicht.
„Der Verein gratuliert für diese herausragende Leistung. Herzlichen Glückwunsch“, so Pressesprecher Friedrich Wilhelm Peter Diesterweg.
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