11.02.2018 18:22

Sportmix


Glänzende Gala mit Retro-Charme

Bei der Sportlerehrung geht’s zurück in die 50er / Fehlalarm sorgt für mehr als halbstündige Unterbrechung
Sportgala 2018 Sieger Dewezet
Die Geehrten bei der diesjährigen Sportgala. Foto: Nils Propfen.

Von Jens Spickermann und Karen Klages

Sportgala 2018 Dewezet Party Tanzen
Die Gäste ließen das Tanzbein ordentlich schwingen - bis die Tanzfläche plötzlich leer war. Foto: Dana Pollok
„So etwas hab ich in all den Jahren Sportgala noch nicht erlebt“, sagt Sportgala-Urgestein Hans-Jürgen Kroggel, als er gegen 0.30 Uhr auf die leere Tanzfläche in der Rattenfänger-Halle blickt. Ein schriller Alarmton sorgt bei der 14. Sportgala, die von der Dewezet und der Sparkasse Hameln-Weserbergland ausgerichtet wurde, für eine mehr als halbstündige Unterbrechung. Doch dann ist klar: Fehlalarm. Und die Party, zu der gut 1800 Gäste gekommen sind, geht weiter. Denn eins können die Besucher der Sportgala: feiern bis in die frühen Morgenstunden.

Mit Pünktchenkleidern und Elvis-Tollen, Petticoats und Schlagern erstrahlt die Rattenfänger-Halle dabei im Glanz der „fabelhaften 50er“. Gerahmt von einer glamourösen Feier, die nur der Alarm zeitweise trübt, werden die besten Sportler des vergangenen Jahres geehrt. Swing-Musik des Pianisten Jens Niemann erklingt im Foyer, eine Leinwand in Form eines alten Fernsehers zeigt Aufnahmen aus den 50er Jahren; beim Eintreten in die Veranstaltungshalle, vorbei am cremeweißen VW-Käfer der Dewezet, werden die Gäste in eine andere Zeit entführt.

Jubelnde Zuschauer 1954 in Bern erinnern an ein denkwürdiges Sportereignis – doch um 20 Uhr bricht das Fernsehbild ab: Rauschen, Testbild, Piepton. Das TV-Programm endet, Jan-Philipp Hullmann beginnt die Moderation. Nach einer Live-Schalte in den Spiegelsaal zu Dewezet-Sportredakteur Andreas Rosslan dürfen die nominierten Sportler des Jahres 2017 in die Halle marschieren – ganz in Olympia-Manier in Formation, nur nicht hinter Flaggen, sondern hinter Schildern.

Sportgala 2018 Dewezet Rockin Rats
Aktrobatisch: Hamelns Rockin' Rats. Foto: Dana Pollok
Während Hullmann noch Co-Moderatorin Nina Reckemeyer vermisst, stimmt Sängerin Vanessa Neigert die Gäste mit „Er steht im Tor“ musikalisch auf das Wirtschaftswunder-Jahrzehnt ein. In einem alten Polizei-Käfer trifft die Moderatorin, die angeblich gerne zu spät kommt, schließlich doch noch ein – und hat natürlich eine Entschuldigung parat: „Die alten Autos von 1952 fahren nur 70 bis 80.“ Nach Reckemeyers Ankunft richtet sich die Aufmerksamkeit wieder ganz auf die nominierten Sportler. Der Sieger in der Kategorie „Bester Sportler des Jahres“ kann seinen Preis am Samstag nicht persönlich in Empfang nehmen: Schiedsrichter Johann Pfeifer ist als Video-Assistent beim Spiel des FC Bayern München gegen Schalke 04 eingespannt, sendet aber eine Video-Botschaft. Seine Ehrung widmet er mit bewegenden Worten den kürzlich verstorbenen heimischen Sportgrößen Karsten Leonhardt und Carsten Hanke. „Die beiden sitzen jetzt da oben und schauen sich das Ganze an“, so Pfeifer. Der Titel als beste Sportlerin des Jahres geht an Anne Bruns von der LG Weserbergland. Als beste Mannschaft des Jahres werden die Fußball-Damen vom HSC/BW Tündern ausgezeichnet. Die beste Nachwuchssportlerin ist Alena Gemici vom SV Hameln 13, der Ehrenpreis geht an Uwe Beerberg. Für das Siegerbild betreten die Geehrten am Ende noch einmal gemeinsam die Bühne.

Gerahmt werden die Preisvergaben musikalisch von der James Steiner Band und den Rockin‘ Rats; eine beeindruckende Akrobatik-Show liefert Monsieur Chapeau. Auf drei Koffern, mehreren Dosen und einem Brett balancierend, stürzt der Künstler die Bühnentreppe herunter und landet auf unerklärliche Weise sicher auf einem Stuhl am Zuschauertisch. „Chapeau, Monsieur Chapeau“, lobt Hullmann treffend die halsbrecherischen Manöver.

Nach dem Ende des offiziellen Teils stoßen noch zahlreiche Gäste mit Mitternachtskarten zu den Feiernden. Zum Tanz spielt im Ballsaal die James Steiner Band zeitlose Hits wie „Love is in the air“ und „Celebrate good times“ und wechselt sich mit DJ Andreas Kuhnt ab. Im Spiegelsaal tragen die Musiker von Zack Zillis am Abend verschiedene Outfits. Zwischendurch nutzen viele Gäste die Fotoecke mit der Front eines roten Käfers oder lassen sich ihr eigenes Gesicht auf Retro-Briefmarken drucken – eine Aktion der Citipost Weserbergland. Fotos von dem offiziellen Teil des Abends sehen die Gäste schon in der frisch gedruckten Ballzeitung, die um Mitternacht verteilt wird.
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