23.07.2016 13:30

Interview


Schumacher über harte Verhandlungen: „Wusste nicht, wo ich stehe“

„Ich möchte sehen, wo mein Limit ist“ / „Möchte in erster Linie erst einmal ankommen“

Coach Jan Zimmermann (li.) ist für Kevin Schumacher ein Hauptgrund für den Wechsel gewesen.
Hameln-Pyrmonts wohl größtes Fußball-Talent geht in die Regionalliga. Kevin Schumacher wird Germane. Für die künftige Nummer 33 der Egestorfer waren die letzten Wochen nicht einfach. „Ich wusste nicht, wo ich stehe und was passieren wird“, sagt er. Wir haben im Interview mit ihm über die langwierigen Verhandlungen, seine jetzige Lage und natürlich über die Zukunft gesprochen.

Kevin, Dir fällt bestimmt ein Stein vom Herzen. Wie hast Du die letzten Wochen, in denen Bad Pyrmont und Egestorf/Langreder harte Verhandlungen geführt haben, erlebt?
Kevin Schumacher: „Es waren auf jeden Fall turbulente Wochen für mich. Es war ein ständiges Hin und Her, ich wusste nicht, wo ich stehe und was passieren wird. Für mich war das ziemlich schwierig. Ständig wurde ich gefragt, was denn nun passiert und ich konnte es nicht beantworten. Es ist schön, dass ich jetzt weiß, wie es mit mir weitergeht. Es ist eine riesige Erleichterung. Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal bei allen bedanken, die in der Zeit an mich geglaubt und mir die Daumen gedrückt haben. Am meisten möchte ich mich aber bei denjenigen bedanken, die mir in den schwierigen Wochen ganz nah gestanden haben.“

Sicher kommt nun viel Neues auf Dich zu. Wie sehen die nächsten Tage und Wochen für Dich nun aus?
„In erster Linie möchte ich schnell ins Training einsteigen. Am 31. Juli steht schon der Saisonauftakt gegen St. Pauli II an und ich habe große Teile der Vorbereitung verpasst. Die Trainings- und Spielpraxis fehlt aktuell. Daher will ich so schnell wie möglich zur Mannschaft stoßen und mich einfügen.“

Du bist erst 18 Jahre alt, warst letzte Saison noch für die A-Jugend spielberechtigt und hast die Bezirksliga als Torschützenkönig trotzdem in Grund und Boden gedribbelt. Die Regionalliga ist allerdings nochmal eine andere Kategorie. Welche Erwartungen stellst Du für die kommende Saison an Dich selbst? 
„Es ist eine große Herausforderung für mich. Die Regionalliga ist ja doch noch ein paar Klassen höher. Ich möchte aber sehen, wo mein Limit ist. Ich will an meine Grenzen gehen. Ich hoffe, dass ich es packe, Spielzeit bekomme und vielleicht sogar ein paar Tore schieße. In erster Linie möchte ich aber erst einmal ankommen, mich an das höhere Tempo gewöhnen. Das wird nicht einfach, aber es kommt bestimmt mit der Zeit.“

Auf welcher Position siehst Du Dich bei den Germanen?
„Wenn mein Trainer sagt, ich soll Innenverteidigung spielen, dann spiele ich Innenverteidigung (lacht). Ich bin natürlich in der Offensive zuhause und werde alle Positionen annehmen, auf denen mich der Trainer haben will. Ich werde immer mein Bestes geben“

Du hast sicher schon das eine oder andere Gespräch mit Deinem neuen Trainer Jan Zimmermann geführt. Wie ist das Verhältnis zum ihm und welche Tipps hat er Dir bereits mit auf den Weg gegeben?
„Zimmermann ist ein sehr guter Trainer. Er hat mir erklärt, wo er mich sieht und vor allem was er in mir sieht. Er hat mich immer wieder darin bestärkt, diesen großen Schritt zu gehen und mir Vertrauen gezeigt. Zimmermann ist einer der Hauptgründe, weshalb ich den Wechsel möchte.“

Auf was freust Du Dich am meisten in der kommenden Spielzeit?
„Ich freue mich auf den Verein, auf die Mannschaft. Das ist etwas völlig Neues für mich, ich bin total gespannt. Darüber hinaus reizt mich die Herausforderung Regionalliga sehr. Und das DFB-Pokal-Spiel gegen Hoffenheim ist natürlich ebenfalls ein absolutes Highlight.“ 

Kevin, wir danken Dir für das Gespräch und wünschen Dir viel Erfolg in Deiner noch jungen Laufbahn!
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