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31.01.2012 11:21

WSL-Liga  

Sieg im Stadt-Duell: VfL III lässt beim TC nichts anbrennen

TSG-Reserve schickt Bad Münder mit Packung auf die Heimreise / Verfolger-Duell endet Remis

HSG Lügde-Bad Pyrmont – HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf II 30:30 (15:14).

Im Verfolger-Duell zwischen dem Tabellenzweiten HSG Lügde-Bad Pyrmont und dem Rang-Dritten HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf kamen beide Mannschaften in einer spannenden Partie nicht über ein 30:30-Unentschieden hinaus. Obwohl sich damit beide Teams einen Punkt mehr auf der Habenseite gutschrieben, fühlten sich die Gastgeber nach dem Abpfiff als Verlierer. Zu hart hatte das Team von HSG-Trainer Alexander Warnke in den vergangenen 60 Minuten gekämpft und eine Führung bis in die Schlussphase verteidigt. Es war vor allem der mangelhaften Chancenverwertung anzulasten, dass sich die stark kämpfenden Gäste nicht abschütteln ließen und buchstäblich in der letzten Sekunde sogar die Möglichkeit zum Sieg hatten, den letzten Wurf aber nicht im Tor unterbrachten. Die angepeilte Revanche nach der denkbar knappen Hinspielniederlage gelang der HSG Lügde-Bad Pyrmont also nicht. Dennoch wurde deutlich, dass die acht Siege in den letzten acht Spielen kein Zufall waren – und sie nicht nur mit einer Spitzenmannschaft mithalten sondern sie auch an den Rand einer Niederlage bringen kann. Nach der 15:14-Halbzeitführung und dem zwischenzeitlichen 23:19 wähnte sich der Gastgeber wohl schon auf der Siegerstraße. Doch erstmals seit dem 5:5 gelang den Baxmannstädtern kurz vor Ende der Partie der Ausgleich zum 29:29. In der Schlussphase wackelten den jungen Spielern in Reihen der Kurstädter dann beim Torabschluss merklich die Beine – und auch beste Möglichkeiten wurden ausgelassen, als die Chance bestand, nach der 30:29-Führung den Sack zuzumachen. Nach dem 30:30-Ausgleich wurde im Angriff erneut der Ball hergeschenkt und die Niederlage drei Sekunden vor Schluss gerade noch verhindert. „Trotz des aus meiner Sicht unglücklichen Punktverlustes können wir mit breiter Brust zum Tabellenführer fahren und am kommenden Sonntag versuchen, eine Überraschung zu schaffen“, zog HSG-Trainer Alexander Warnke ein Fazit des dramatischen Spiels.
HSG Lügde-Bad Pyrmont: M. Engelke (1), T. Münnighoff (4), H. Kockel (7), C. Kockel (3), S. Boldt (4), J. Niemann (9), L. Schultz (2).
HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf II: H. Wächter (2), H. Peters (4), H. Fink (2), J. Priebe (5), P. Schrader (5), D. Tannhäuser (5), D. Fink (4), A. Beißner (3).

TSG Emmerthal II – TuSpo Bad Münder 36:15 (18:3).

Nach der Niederlage gegen die Reserve vom MTV Rohrsen wollte die zweite Mannschaft der TSG Emmerthal im Heimspiel gegen TuSpo Bad Münder den ersten Sieg im neuen Jahr einfahren und ruhig nach vorne spielen und in der Abwehr kompakt agieren. „Das ist uns ganz gut gelungen. Die Abwehr stand sehr kompakt und im Angriff lief fast alles nach Plan“, zog TSG-Sprecher Michael Andrejew ein positives Fazit. Die junge TuSpo-Sieben versuchte viel, aber fast jeder Ball landete in der Deckung oder in den Armen von Keeper Andrejew. Folgerichtig stand es nach 20 Minuten bereits 12:3 für die TSG. Auch in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs setzten sich die Hausherren durch einen 6:0-Lauf weiter ab. Nach der Pause  kamen  die Gäste mit neuem Mut aus der Kabine und hielten nun etwas besser dagegen. TSG-Trainer Zbigniew Urbanowicz  wechselte nun munter durch und so bekam  jeder TSG-Akteur seine Spielzeiten. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff bauten die Emmerthaler die Führung beim Stand von 30:11 weiter aus. Auch in der Endphase waren die Gastgeber das bessere Team, sodass nach 60 Minuten ein ungefährdeter 36:15-Erfolg an der Anzeigetafel in der Sporthalle Kirchohsen stand. „Der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient. Auf diesem Erfolg müssen wir aufbauen, um nächste Woche gegen Hessisch Oldendorf II zu bestehen“, blickt Andrejew schon voraus.
TSG Emmerthal: Michael Andrejew, Sven Himme, Zbigniew Urbanowicz , Tim Brutscheck (9/4), Maximilian Sauer (7),  Lars Liebenthal (6), Oliver Burwig (4), Sebastian Fischer (4), Markus Fronia (2), Ralf Männich (2), Alex Stuckenbrock (1/1), André Sölter (1), Dogan Albarak, Simon Waßmann.
TuSpo Bad Münder: Christian Kanngießer (6/1), Sascha Balewski (5), Daniel Krückenberg (2), Malte Rathing (2).

TC Hameln - VfL Hameln III 30:35 (14:20).

Vor Wochenfrist holte der TC Hameln durch einen Auswärtssieg beim TSV Groß Berkel die ersten beiden Punkte in der Saison. Auch die VfLer verließen das Parkett am letzten Spieltag als Sieger, sodass beide Teams mit gesundem Selbstbewusstsein in das Stadt-Duell gingen. Die Hausherren gestalteten die Partie bis zum 4:5 ausgeglichen. In der Folge legte der VfL einen 8:2-Lauf hin und erspielte sich dadurch einen komfortablen Vorsprung. Beim Halbzeitpfiff führten die Gäste mit 20:14. „Irgendwie fühlte ich mich an das EM-Spiel Polen gegen Schweden erinnert, wo es 9:20 zur Pause stand: Wenn es am Ende ausgeglichen endet, bin ich zufrieden“, schmunzelte TC-Sprecher Marco Nonnewitz. Der Turn-Club leistete sich zu viele technische Fehler im Angriff und in der Abwehr. Auch in Halbzeit zwei war der VfL zunächst das bessere Team und setzte sich vorentscheidend auf 29:16 ab. Doch in der verbleibenden Spielzeit stemmte sich die TC-Sieben gegen die drohende Niederlage und holte Tor um Tor auf. Aber am Ende brachte der VfL die Führung über die Zeit und setzte sich im Derby mit 35:30 durch. „Wichtig ist, dass wir jetzt die knappen Spiele aus der Hinrunde gegen MTV Rohrsen und TuSpo Bad Münder, die wir verloren haben, zu unseren Gunsten umdrehen“, hofft Nonnewitz auf weitere Erfolgserlebnisse.
TC Hameln: Ylli Nikgi (6), Daniel Hertel (6/3), Chris Hartmann, Marcel Bergen (je 5), Bernd Schreiber (4), Peter Buchholz (3), Andre Zahl (1).
VfL Hameln III: Marcel Langer (9), Andreas Mönckeberg (6), Ralf Ende (6/2), Patrick Kromat (4), Dennis Sterenberg (3/1), Sebastian Heiß (3/2), Matthias Thommes, Jörg Zurmühlen (je 2).

Weiter spielten:

HSG Exten/Rinteln – TSV Groß Berkel 30:21.
HSG Lügde-Bad Pyrmont – HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf 30:30.


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