03.08.2018 12:28

Meldung


Beach Unicorns ins Berlin: Alle Infos zur Deutschen Meisterschaft

Heute startet die DM im Beachhandball / Vom MTV Rohrsen sind Celina Männich, Lena Körner und Jenny Schäfer dabei – Letzte unterstützt ihr Team von der Seitenlinie
Celina Maennich Jenny Schaefer Lena Koerner Doreen MTV Rohrsen Beach Unicorns
Celina Männich, Jenns Schäfer, Doreen Männich und Lena Körner (b.li.) spielen mit den Beach Unicorns um die Deutsche Beachhandball-Meisterschaft.
Vom 03. bis 05. August findet in Berlin die Deutsche Meisterschaft im Beachhandball statt. Hierbei wird, wie bereits im letzten Jahr, auch die Region Hannover durch die Beach Unicorns vertreten sein. Als eine von zwölf Mannschaften kämpfen die Beach Unicorns um die Krone des deutschen Beachhandballs. Übertragen wird das Turnier von beiden Plätzen auf Sportdeutschland.tv als Livestream.
 

Modus und Auslosung


Neu ist in diesem Jahr der Modus. Nach der Aufstockung von zehn auf zwölf Mannschaften wird zunächst in vier Dreiergruppen gespielt, wovon jeweils die Gruppenersten direkt ins Viertelfinale einziehen. Die anderen spielen in zwei Hauptrundengruppen à vier Mannschaften die verbleibenden vier Viertelfinalteilnehmer aus. Interessant ist hierbei, dass die Punkte aus der Vorrunde mit in die Hauptrunde genommen werden. Dieser komplexe Modus wurde von einigen Mannschaften jedoch heftig kritisiert, da hierbei ein Ungleichgewicht der Vorbelastung vor den K.O.-Spielen aufrete. Die Beach Unicorns Hannover treffen in der Vorrunde auf Beach Berlin und die Bonnbons. Das Team Beach Berlin, welches sich erst dieses Jahr – ähnlich wie das Projekt Unicorns im letzten Jahr – gründete, genießt den Heimvorteil und gilt als große Unbekannte. Die Bonnbons hingegen spielen seit Jahren in der nationalen Beachhandballspitze mit. Letztes Jahr knapp im Viertelfinale gescheitert, überzeugten die Mädels aus Bonn diese Saison mit einem zweiten Platz im GBO-Ranking. Um das Ziel Viertelfinale zu erreichen, gilt es aufgrund der Modalitäten, mindestens Gruppenzweiter zu werden, um eine realistische Chance innerhalb der Hauptrunde zu haben.

Kader


Die HSG Hannover-West, seit Jahren auch als Wild Wild West selbst im Fun-Beachhandball unterwegs, stellt mit vier Spielerinnen den größten Anteil der Unicorns. Mit Lisa Ratzsch und Stephanie Geffert, die auf Links-vzw. Rechtsaußen mit sehenswerten Spin-Shots für doppelte Punkte sorgen und Jana Ackermann, die als Shooter selbiges versucht, sind die Damen vor allem im Angriff für die Unicorns eine wichtige Stütze. Neu dabei sein wird erstmals Torhüterin Nora Peter, die hinten mit ihren Paraden versucht, Tore zu verhindern.
Auch der Drittligist TV Hannover-Badenstedt hat mit drei Spielerinnen einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Unicorns. Shooterin Leonie Neuendorf weiß mit ihrem starken Eins-gegen-Eins zu überzeugen, Linksaußen Lena Seehausen besticht dabei vor allem durch ihre Athletik und ist dadurch sowohl per Spin-Shot als auch per Kempa äußerst torgefährlich. Marie-Kristin Gerber hat sich in dieser Saison vor allem als Abwehrspezialistin hervorgetan und besticht durch ihren guten Block und ihr intelligentes Abwehrspiel.
 
Aus dem Hamelner Raum spielt Celina Männich vom MTV Rohrsen bislang eine starke Saison als Kreisläuferin. Sowohl per Kempa als auch per Spin-Shot nutzt sie ihren körperlichen Vorteil für diverse Tore vom Kreis. Auch Lena Körner ist mit von der parite. Nicht dabei sein kann Torhüterin Jenny Schäfer, die weiterhin an ihrer Außenbandverletzung laboriert.
 
Komplettiert wird die Mannschaft durch drei Spielerinnen vom Drittligaaufsteiger Eintracht Hildesheim. Dieser stellt mit Katharina Buchholz eine Shooterin, die für Torgefahr aus dem Rückraum steht, aber gleichzeitig mit ihrem guten Auge für die freien Mitspielerinnen überzeugt. Torhüterin Lina Janssen hingegen treibt mit ihren Paraden die gegnerischen Spieler oft zur Verzweiflung. Ebenfalls dabei ist Merle Rindfleisch, die die Abwehr komplettiert.
 

Zum Beachhandball


Beim Beachhandball wird, anders als im Hallenhandball, mit vier statt sieben Spielern gespielt. Die Halbzeiten werden einzeln gewertet. Gewinnen beide Teams jeweils einen Satz, kommt es zum Shootout (Einer gegen den Torwart), bei dem jedes Team fünf Versuche hat. Dabei läuft ein Spieler, ähnlich wie beim Eishockey, frei auf den Torwart zu. Das Spiel wird nahezu ohne Körperkontakt gespielt, um die Spieler bei spektakulären Toren nicht zu gefährden. Zu diesen gehören z.B. der Kempa-Trick, bei dem der Spieler einen Pass während eines Sprungs in der Luft fängt und auch in der Luft noch den Ball in das Tor wirft. Weiterhin gilt als spektakuläres Tor, wenn der Spieler sich in der Luft vor dem Torwurf 360° um die eigene Achse dreht (Spin-Shot). Außerdem greift der Torwart im Angriff immer mit an und erzeugt ein Überzahlspiel. Wirft er ein Tor, zählt das auch als spektakulär. Wird ein Tor aus einer dieser Situation geworfen, zählt es zwei Punkte.
 
Trotz oder gerade wegen dieser zum Teil artistischen Sonderwürfen, wird Beachhandball als ernsthafter Sport betrieben und soll 2024 in das Olympische Sportprogramm aufgenommen werden.
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