18.09.2017 16:07

Oberliga


Trotz zwischenzeitlicher 17 Punkte-Führung: VfL mit Auftaktniederlage

Lassel: „Ich habe vor diesen cleveren Jungs aus Schandelah gewarnt“ / Rudge: „Zu unkonzentriert und selbstsicher“

Dominic Rudge war mit 22 Punkten bester Scorer bei den Hamelnern.

VfL Hameln - MTV Schandelah 83:79.

Der Start für die erste VfL-Herren in der Oberliga ist misslungen. Schon im Vorfeld gab es Unsicherheit, ob die Partie überhaupt stattfinden würde, weil es in der Halle Einsiedlerbach nach Reparaturarbeiten von der Decke noch tropfte. So hatte Abteilungsleiter Heinrich Lassel alle Hände voll zu tun, bis er gegen 16 Uhr entschied, dass das Spiel stattfindet. Der VfL in Bestbesetzung, Trainer Dzenan Softic hatte zwölf Spieler auf der Bank und konnte aus dem Vollen schöpfen. Trotzdem funktionierte das Spiel der Hamelner im ersten Viertel nicht nach Wunsch aller Anwesenden in der Halle Einsiedlerbach. Der Gegner aus Schandelah, der seinerseits nur mit sieben Spielern anreiste und auf den Center Henrik Mielke (Knieprobleme) verzichten musste, hat in Hameln sofort das Spiel kontrolliert und führte bereits nach der 6. Minuten mit 10:4. Dann kam Boris Bonhagen ins Spiel und brachte mit zwei Dreiern in Folge sein Team in der 9. Spielminute zum ersten Mal 13:12 in Führung. Obwohl Boris mit seinen Dreiern und Dominik Rudge mit acht Punkten in diesem Viertel erfolgreich waren, ging das Viertel an den MTV mit 18:16.

VfL zieht davon

Schandelah bewies im Anschluss Spielstärke und der VfL lag in der 17. Minute der ersten Halbzeit schon wieder mit 21:31 zurück. Dem VfL gelang jedoch innerhalb von zwei Minuten ein Lauf von 14 Punkten und ging mit einer 35:33-Führung in die Pause. Nicht gerade ein großer Vorsprung, aber Kapitän Dominic Rudge, der bis zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Punkte seiner insgesamt 22 Punkte erzielte, gab dem Team mit seinem Einsatz nach der Pause einen Schub. Das VfL-Team war plötzlich da und konnte die ca. 150 Zuschauern in der Halle wieder zufriedenstellen. Das Spiel lief besser und die Würfe saßen wie zu besten Zeiten. Lars Feuersenger führte gut Regie und erzielte selber neun Punkte. Durch diese Leistungssteigerung gelang es dem VfL, bis zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels eine 17  Punkte-Führung (!) herauszuspielen. Viele in der Halle dachten, dass der VfL sich nun gefestigt habe und dem sicheren Sieg entgegen geht. Doch Schandelah kam zurück. Der MTV ließ sich weder von dem VfL noch von der Zuschauerkulisse beeindrucken und verkürzte bis Ende des dritten Viertels auf einen Vier-Punkte-Rückstand. So ging der VfL mit einer 64:56-Führung ins letzte Viertel.

Die Suche nach Gründen

Jetzt kam es darauf an, das letzte Viertel konzentriert zu gestalten und den Gegner auf Distanz zu halten. Das schaffte das VfL Team nur bis zur 36. Minute, als er noch mit 74:67 in Führung lag. Nur noch vier Minuten zu spielen, doch die Hamelner verloren die Nerven. Schandelah nutzte die Situation rigoros aus und führte Sekunden vor Schluss uneinholbar 83:75, ehe der VfL noch drei Pünktchen zum Endstand von 79:83 besteuerte. Im VfL-Lager begann nun die Suche nach Gründen. Kapitän Dominic Rudge fasste die Ursachen seiner Ansticht nach so zusammen: „Wir haben eine gute Aufholjagd gestartet und anschließend hoch geführt, haben es aber nicht geschafft, die Führung auszubauen. Am Ende waren wir einfach zu unkonzentriert und selbstsicher, sodass wir den Sieg aus der Hand gegeben haben“ Sichtlich enttäuscht war auch Teammanager Heinrich Lassel über diesen misslungenen Start in die Saison. „Ich habe vor diesen cleveren Jungs aus Schandelah gewarnt. Dennoch haben wir uns alle den Ausgang diese Spiels anders vorgestellt. Ich hätte mich auch über einen glanzlosen Sieg gefreut. Jetzt sind nach dem ersten Spiel der Saison viele Fragen zu stellen, die wir vor dem nächsten Spiel bei der SG Weende, am kommenden Samstag, ansprechen müssen:“
VfL Hameln: Dominic Rudge (22 Punkte/3 Dreier), Lars Feuersenger (17), Jan Feuersenger (9/3), Moritz Loth (8/1), Boris Bonhagen (8/2), Thomas Behn (7), Nils Kollmeyer (4), Kristopher Sochor (2), Nick Handschuhmacher (2), Nils Schneider und Jonas Wagner
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